Das Mémorial von Verdun

 

Infos

 

Das Mémorial de Verdun in Fleury bietet die beste Einführung zum Besuch der Schlachtfelder von Verdun, es zählt in Europa zu den sehenswertesten, umfangreichsten und bedeutendsten Museen des ersten Weltkrieges.

Gegründet 1967 unter der Schirmherrschaft des Akademikers und Veteranen Maurice Genevoix, zeugt diese Stätte der Erinnerung von dem Einsatz und des Leidens der französischen, deutschen und amerikanischen Soldaten welche von 1914 bis 1918 in diesem Schlüsselsektor der Westfront kämpften.

In seinen großzügigen Ausstellungsräumen befinden sich Flugzeuge, Fahrzeuge,

Waffen, Uniformen und Gerätschaften welche den industriellen Krieg erläutern.

Man sieht auch persönliche und selbst hergestellte Gegenstände welche uns das tägliche Leben der Soldaten vermitteln.

Besonders eindrucksvoll und ergreifend ist, in der Mitte des Museums, die Nachbildung des Schlachtfeldes. Thematische und pädagogische Ausstellungen sowie Filme, Fotografien, Lithografien und Plakate jener Zeit laden ein zum Nachdenken über die damalige soziale, wirtschaftliche und kulturelle Lage.

Das Studien-und Forschungszentrum welches reichhaltige Fachliteratur beinhaltet ist ein Ort der Schulung und des Austauschens von Ideen und Wissen, zugänglich für alle.

 

Öffnungszeiten

 


  Nachmittag
Vormittag
Januar* 10h
12h 14h 17h
Februar 10h 12h 14h 17h
March** 9h30 12h 14h 17h30
April 9h
/
18h
Mai 9h / / 18h
Juni 9h / / 18h30
Juli 9h / / 19h
August 9h / / 19h
September 9h / / 18h30
October 9h 12h 14h 18h
November 9h30 12h 14h 18h
Décember 10h 12h 14h 17h30

 

*Das museum wird von der 21 januar on 10 uhr.

**Das museum ist gëoffnet den ganzen tag von 30 march bis 30 september.

 

Eintrittspreise

Erwachsene 7,00 €

Jugendliche von 8 bis 16 Jahre 3,50 €

Kinder unter 8 Jahren frei

Militaren : 3,50€

Student : 3,50€

Family package :

2 erwachsene und 2 kindern : 18€

2 erwachsene und 3 kindern : 21€

 

Erwachsene gruppe : 5,50 euros (über 10 personnen)

Schülergruppen : 1,00 € nach schriftlicher Anfrage, 1 Begleitperson frei für 10 Schüler .

Militaren und student gruppen : 3,50€ 

 

Adress :

 

Mémorial de Verdun

1, avenue du Corps Européen

55100 Fleury-devant-Douaumont

 

Tél : +33 3.29.84.35.34 - Fax : + 33 3.29.84.45.54

 

Courriel : contact

 

Warum kommt man heute immer noch nach Verdun

 

Die Schlachtfelder von Verdun tragen die auch heute noch sichtbaren Narben des Ersten Weltkrieges, auch wenn die Natur, besonders im Frühling und Sommer, sie überdeckt

und Schöner aussehen lässt.

Diese umgewühlten und von den mehrfachen schrecklichen und tödlichen Kämpfen

von 14-18 gezeichneten Flecken Erde (Granattrichter, Trichter von Minenexplosionen, Stätten vernichteter und nicht wiederaufgebauter Dörfer, Befestigungsanlagen...), geben dem sie durchwandernden Besucher die Gelegenheit einer wahrhaften Geschichtsstunde an Orte des Geschehens.

Warum kommt man heute immer noch nach Verdun, dessen Name im gemeinsamen

nationalen Gedächtnis weiterwirkt, doch nur an die eine Schlacht von 1916 gebunden, in der

man vor und um Verdun herum während des ganzen langen Krieges kämpfte? Warum richtet

man sein Augenmerk so sehr auf die Schlacht um Verdun, daß man darüber die

Sommeschlacht im gleichen Jahr, in ihrem Schrecken und ihrer Gewalt der Schlacht von

Verdun durchaus vergleichbar, fast vergißt?

Wohl deshalb, weil sie uns als das Resümee und der Gipfelpunkt des gesamten Krieges 14-18 erscheint: Die Erinnerung an diesen immensen übermenschlichen und unmenschlichen Opfergang erhob Verdun zum Symbol für das nationale und auch für das europäische Gedächtnis.

Zunächst kommt man hierher, um folgendes zu erfähren: Das Hauptanliegen des Memorial ist das Gedenken an die Menschen, die bei Verdun kämpften, insbesonders an die

von 1916, von denen 2 von 3 Poilus an der Schlacht von Verdun teilnahmen; das heißt, daß

diese Schlacht Frankreichs" sehr viele Familien betraf. Gleichzeitig ist diese Erklärung aber

von der Sorge begleitet, daß die Deutschen und französischen Standpunkte nicht ausgewogen

genug betrachtet würden, denn: Das Leiden, der Tod und die Verzweiflung kennen weder

Nationalität, noch Religion...

Beginne man eine Reflexion über den Ersten Weltkrieg und käme man dabei auf die

Problematik Geschichte/Gedächtnisstätte, dann wäre das Memorial de Verdun vor allem,

den Wünschen der Veteranen, die es errichtet haben folgend, ein pädagogisches Mittel im

Dienste der geschichtlichen Wahrheit.

 

Geschichte und Auftag

 

Durch seine Lage an der Stelle des ehemaligen Dorfes Fleury-devant-Douamont

symbolisiert das Memorial das geschichtliche Gedächtnis (oder das pädagogische

Gedächtnis), das die patriotischen und kriegerischen Erinnerungen ersetzt hat. Man muß in der Tat, wie es auch Antoine Prost im zweiten Band seiner „Orte des Erinnems", bei Gallimard 1986 erschienen, unterstreicht, denjenigen nähere Erklärungen geben, die jetzt die Stätte besuchen und nur wissen, daß hier eine denkwürdige Schacht stattgefunden hat, aber nichts über die Ereignisse, den zeitlichen Ablauf und das Warum und Wie. Dann wird der Tourist zum Wallfahrer und die Geschichte wird der inneren Anteilnahme Platz machen.

 

Für denjenigen, der wissen möchte was sich tatsächlich in Verdun während des „Sehr Großen Krieges" ereignete, der sich einen bleibenden Schlüssel zur Entdeckung der Schlachtfelder erhofft, dem sei das >Memorial de Verdun< eine glänzende Einführung an der man nicht vorbeikommt.

Aus dem Geiste einer französisch-deutschen Annäherung und Verständigung erwuchs die Idee ein den Veteranen von 1914-1918 gewidmetes Gedenkmal zu errichten. Am 23. Oktober 1960 gab Maurice Genevoix, Präsident des Nationalausschusses zur Erinnerung an Verdun (Comite National du Souvenir de Verdun = CNSV), den Anstoß, und seine Errichtung am ehemaligen Bahnhof des zerstörten Dorfes Fleury, zwanzigmal erobert und wieder rückerobert, hundertmal in der Presse zitiert, wurde beschlossen. 1963 autorisierte der damalige Innenminister Rogey Frey die Kommunen Frankreichs an der Finanzierung des Memorial de Verdun teilzunehmen, was dem als gemeinnützigen Verein anerkannten CNSV ermöglichte, die notwendigen Unterschriften zu erhalten.

Seit seiner Einweihung am 17. September 1967 durch Andre Duvillard, Minister ehemaliger Soldaten und Krieger, erscheint das Memorial mehr als ein pädagogisch ausgerichtetes Museum, denn als ein „Tempel der Erinnerung", was auch Serge Barcellini hervorhebt: „Mehr als ein Museum zum Ruhme der französischen Krieger zeugt es von den gemeinsamen Mühen der französischen und deutschen Soldaten".

Die Sammlungen vieler Dokumente, Objekte und Materials, allesamt authentisch aus der Zeit der Verdunschlacht, wurde durch die Zusammenarbeit der staatlichen Organisationen möglich, Service Historique de FArmee de Terre, Etablissement Cinematographique de l'Armee... und auch einzelner Privatpersonen, sehr häufig Veteranen oder deren Nachkommen. Sammler und Mäzene machten bemerkenswerte Schenkungen: Die Firma Berliet gab einen LKW CBA des Voie Sacree ; dank des ehemaligen Fliegers Jean Salis und seines Sohnes ist das Memorial sowohl im Besitze eines Flugzeugs vom Typ Nieuport, als auch eines Fokker - Models.

Neue kulturelle Strukturen: Der Service Educatif und das Centre de Documentation entstanden um den Bitten vieler Forscher, Lehrer und Schüler, aber auch der breiten Öffentlichkeit zu entsprechen. Zeitweise werden Kolloquien, Studientage und Gedenk- und Kulturveranstaltungen organisiert;

Heute sind die die Anstrengungen des Memorial nicht nur auf den Geschichtstourismus gerichtet: Es zeugt von dem wahrhaften kulturellen und pädagogischen Wunsch, den Bürger und die Jugend zu bilden.